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Überschussbeteiligung

Die Überschussbeteiligung spielt in der Lebensversicherung eine Rolle. Überschüsse bei Risikolebensversicherungen entstehen durch eine effiziente Verwaltung bei der Lebensversicherung und dadurch, dass weniger Todesfälle eintreten, als bei der vorsichtigen Prämienkalkulation angenommen worden ist. Nahezu der gesamte Überschuss wird als Überschussbeteiligung an die Versicherungsnehmer weitergegeben. Bei der Risikolebensversicherung werden Überschüsse üblicherweise zur Verrechnung mit den Prämien genutzt. Die zu zahlende Prämie reduziert sich dann anteilig.

Überschwemmung

Der Begriff der Überschwemmung („Überflutung des Grund und Bodens, auf dem das versicherte Gebäude steht (Versicherungsgrundstück)“), ist aus der Sicht eines verständigen Versicherungsnehmers auszulegen. Demnach ist die „Überflutung von Grund und Boden" dann anzunehmen, wenn sich erhebliche Wassermengen auf der Geländeoberfläche ansammeln (BGH, Urt. v. 20.04.2005 - IV ZR 252/03 -).

Überversicherung

Eine Überversicherung liegt vor, wenn die Versicherungssumme den Versicherungswert erheblich übersteigt. Sowohl der Versicherungsnehmer als auch das Versicherungsunternehmen können in diesem Falle nach § 74 VVG, der nur auf die Schadensversicherung, nicht aber auf die Summenversicherung anwendbar ist, eine angemessene Anpassung beanspruchen.

ÜbschV

ÜbschV lautet die Abkürzung für die Verordnung zur Ermittlung und Verteilung von Überzins und Überschuss in der Krankenversicherung vom 8.11.1996. Den Verordnungstext finden Sie hier.

Umsatzsteuer

Versicherungsunternehmen sind im Hinblick auf ihre Versicherungstätigkeit von der Umsatzsteuer befreit. Leistungen des Versicherungsunternehmens auf Grund des Versicherungsverhältnisses unterfallen nach § 4 Nr. 10 UStG nicht der Umsatzsteuer. Dies gilt auch dann, wenn die Leistung darin besteht, dass anderen Personen Versicherungsschutz verschafft wird.

Unfall

Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich und von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.

Unfallversicherung

Die Unfallversicherung dient dem Schutz vor den wirtschaftlichen Folgen von Invalidität oder Tod, soweit sie sich aus dem Unfall ergeben haben.

Unklarheitenregel

Die Unklarheitenregelung gemäß § 305c Abs. 2 BGB verbietet unklare Allgemeine Versicherungsbedingungen. Unklar sind Klauseln, bei denen nach Ausschöpfung der in Betracht kommenden Auslegungsmethoden ein nicht behebbarer Zweifel bleibt und mindestens zwei Auslegungen rechtlich vertretbar sind (BGHZ 159, 360, 364).

Universalität der Gefahren

Während Schadensversicherungen im Allgemeinen nur bestimmte ausdrücklich genannte Gefahren, wie z. B. den Blitzeinschlag, abdecken, gilt im Bereich des deutschen Transportversicherungsrechts der Grundsatz der Universalität der Gefahren. Eine Ausnahme hiervon sehen die Allgemeinen Versicherungsbedingungen Flußkasko 2000/2004 vor.

Unteilbarkeit der Prämie

Die Diskussion um den Grundsatz der Unteilbarkeit der Prämie hängt mit folgender Problematik zusammen: Endet ein Versicherungsvertrag (außerplanmäßig) im Laufe eines Versicherungsjahres stellt sich die Frage, ob dem Versicherungsunternehmen die komplette Jahresprämie zusteht.

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