S

S

Sache

Nur körperliche Gegenstände gelten laut § 90 BGB als Sachen im Sinne des bürgerlichen Rechts. Der Oberbegriff des Gegenstandes wird vom Gesetzgeber nicht gesondert definiert, wird aber auf alles anzuwenden sein, was Objekt von Rechten sein kann. Gegenstände, die dem Sachbegriff unterfallen, müssen in irgendeiner Weise im Raum abgrenzbar sein, sei es durch körperliche Begrenzung, durch ein Behältnis oder durch irgendwelche künstlichen Mittel. Allgemeingüter wie fließendes Wasser, freie Luft usw. sind daher nicht als Sache im Sinne des BGB zu verstehen. Entscheidend für die Beurteilung, ob etwas als "Sache" anzusehen ist, ist die Verkehrsanschauung und nicht etwa der letzte Stand physikalischer Wissenschaft. Nicht als Sachen zu verstehen sind daher auch elektrische Energie, Computerdaten und Computerprogramme. Bezüglich der Wiederbeschaffungs- und Wiedereingabekosten bei Datenveränderung bietet unter bestimmten Voraussetzungen die Softwareversicherung Schutz.

Zur Frage, inwieweit Schäden am Grundwasser als Sachschaden zu bewerten sind, siehe OLG Hamm, Urt. v. 05.10.2012 - I-20 U 55/10 -.

Sachschaden

Sachschaden im Sinne der Sachversicherung ist die Zerstörung, Beschädigung oder das Abhandenkommen der versicherten Sache.

Sachversicherung

Die Sachversicherung bietet Schutz gegen Sachschäden an im Einzelnen beschriebenen versicherten Sachen.

Schadenereignis

Schadenereignis im Sinne des Haftpflichtversicherungsrechts meint den äußeren Vorgang, der die Schädigung des Dritten unmittelbar herbeiführt.

Schadensminderungspflicht

Erleidet jemand einen Schaden, für dessen Ersatz der Schädiger aufzukommen hat, obliegt es dem Geschädigte gemäß § 254 BGB, nach seiner Möglichkeit den Schaden abzuwenden oder zu mindern (sog. Schadensminderungspflicht).

Schadensversicherung

Die Schadensversicherung ist eine Versicherungsart, bei der das Versicherungsunternehmen den entstandenen Schaden ersetzen muss, wenn der Versicherungsfall eintritt. Schadensversicherungen sind etwa die Hausrats-, Wohngebäude- und die Haftpflichtversicherung.

Schwacke-Liste

Die Schwacke-Liste wird im Falle der Bewertung von Gebrauchtfahrzeugpreisen herangezogen.

Seekaskoversicherung

Seekaskoversicherung, siehe Kaskoversicherung

Selbstbeteiligung

Die Selbstbeteiligung ist ein festgelegter Betrag oder prozentualer Anteil, den der Versicherungsnehmer im Schadenfall selbst zu übernehmen hat.

Selbstmord

Im Falle des Selbstmordes des Versicherten einer Lebensversicherung ist diese im Rahmen des § 161 VVG grundsätzlich nicht zur Zahlung verpflichtet, wenn der Suizid innerhalb der ersten drei Versicherungsjahre erfolgte. Die Lebensversicherungen sollen mit dieser Vorschrift davor geschützt werden, dass ein Versicherter auf ihre Kosten mit seinem Leben spekuliert. Häufig wird diese Regelung aber in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen dahin abgeändert, dass die Leistungspflicht auch bei einem Selbstmord bestehen bleibt, wenn seit Zahlung der Erstprämie ein gewisser Zeitraum (z. B. drei oder fünf Jahre) verstrichen ist. Etwas anderes gilt gemäß § 161 Abs. 1 S. 2 VVG auch dann, wenn die Selbsttötung in einem Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit erfolgt.

Solvabilität

Solvabilität ist die Eigenmittelausstattung eines Versicherungsunternehmens.

Sportunfähigkeitsversicherung

Die Sportunfähigkeitsversicherung sichert Berufssportler gegen das Risiko ab, ihren Beruf wegen Sportunfähigkeit vorübergehend oder endgültig nicht mehr ausüben zu können.

Sturm

Unter Sturm verstehen die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für Wohngebäude (§ 8 VGB 88) eine wetterbedingte Luftbewegung von mindestens Windstärke 8. Stärke 8 bedeutet nach der maßgeblichen Beaufortskala "stürmischer Wind, der Zweige von Bäumen bricht und das Gehen im Freien erheblich erschwert".

Copyright © 2012 Kanzlei Feser - All Rights Reserved.