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Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung ist eine Privatversicherung, welche nach Eintritt eines Versicherungsfalles die für die Wahrnehmung der rechtlichen Interessen notwendigen Kosten trägt. Neben den Allgemeinen Rechtsschutzbedingungen erfährt der Rechtsschutzversicherungsvertrag durch die §§ 125-129 VVG nähere Gestalt.

Reiseausfallversicherung

Die Reiseausfallversicherung, die nach § 651k BGB gesetzlich vorgeschrieben ist, schützt Reisende vor Schäden durch Insolvenz oder Zahlungsunfähigkeit ihres Reiseveranstalters.

Reisegepäckversicherung

Die Reisegepäckversicherung soll das Risiko des Diebstahls oder des sonstigen Verlustes von Reisegepäck tragen. Diese Privatversicherung leistet aber nur dann Ersatz, wenn der Versicherungsnehmer mit dem Reisegepäck ständig in Blick- oder Körperkontakt stand.

Reiserücktrittskostenversicherung

Die Reiserücktrittkostenversicherung dient dem Ersatz der Stornogebühren im Falle des Nichtantritts einer Reise. Jedoch muss ein wichtiger Grund dafür vorliegen, dass die Reise nicht angetreten worden ist.

Rendite

Als Rendite wird der prozentuale Ertrag einer Kapitalanlage bezeichnet.

Repräsentant

Repräsentant ist nach der Rechtsprechung, wer in dem Geschäftsbereich, zu dem das versicherte Risiko gehört, aufgrund eines Vertretungs- oder ähnlichen Verhältnisses an die Stelle des Versicherungsnehmers getreten ist. Repräsentant ist beispielsweise der gesetzliche Vertreter des minderjährigen Versicherungsnehmers, in der Rechtsschutzversicherung: der vom Versicherungsnehmer beauftragte Rechtsanwalt, oder auch der Ehemann, der auf dem Grundstück der Versicherungsnehmerin eine Gaststätte betreibt und faktisch die beherrschende Stellung über das Grundstück hat. In der Kfz-Versicherung ist Repräsentant, wer die Verantwortung für die Verkehrssicherheit übernommen hat.

Restschuldversicherung auf den Todesfall

Die Restschuldversicherung auf den Todesfall ist eine Sonderform der Risikolebensversicherung. Sie sichert die Rückzahlung eines Darlehens gegen das Risiko des vorzeitigen Todes des Kreditnehmers ab. Sie entspringt einem verbreiteten Bedürfnis des Marktes und hat sich besonders in der Kfz-Branche zum Massengeschäft entwickelt. Dies führt dazu, dass Vermittler eines solchen Vertrages nicht nur der Mitarbeiter der finanzierenden Bank sein kann, sondern beispielweise auch der Kfz-Händler selber. Der Vertrag wird zusammen mit dem Darlehensvertrag und sogar auf derselben Vertragsurkunde abgeschlossen. Ein gesonderter Versicherungsschein wird häufig nicht ausgestellt, er wird vielmehr durch den Antrag sowie die dem Darlehensnehmer überlassenen Versicherungsbedingungen und Verbraucherinformationen ersetzt. Der Abschluss einer zusätzlichen Kreditlebensversicherung ist häufig Voraussetzung für das Zustandekommen des Kreditvertrages. Der Darlehensnehmer hat vielfach ein elementares Interesse an der möglichst schnellen Kreditgewährung. Diese Besonderheit bedingt es, dass der Antrag auf Abschluss einer Kreditlebensversicherung von dem Versicherer oft bereits mit einer vorweg genommenen Annahmeerklärung versehen ist. Es bedarf dann auf Seiten des Versicherungsnehmers nur noch der Abgabe eines wirksamen Angebots, das sich in der Regel in dem Ankreuzen des dafür vorgesehenen Kästchens erschöpft. Im Unterschied zur üblichen Risikolebensversicherung wird der Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers bzw. des Versicherten bei Abschluss des Restschuldversicherungsvertrages nicht eingehend geprüft.

Rettungspflicht

Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, bei dem Eintritt des Versicherungsfalls nach Möglichkeit für die Abwendung und Minderung des Schadens zu sorgen (§ 82 VVG - Rettungspflicht).

Risiko

Das Risiko ist die Möglichkeit des Eintritts eines Schadens. Der Begriff des Risikos deckt sich im Wesentlichen mit den Begriffen der (versicherten) Gefahr, dem (versicherten) Interesse oder dem (versicherten) Gegenstand.

Risikoausschluss

Risikoausschluss, siehe Risikobeschreibung

Risikobegrenzung

In Allgemeinen Versicherungsbedingungen finden sich häufig sog. Risikobeschreibungen oder Risikobegrenzungen. Hierdurch soll der Inhalt des Versicherungsvertrages, der gesetzlich nicht vorgegeben ist, näher beschrieben werden. Es wird dort mit anderen Worten das versicherte Risiko beschrieben. Hierfür finden sich in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen entweder nähere Umschreibungen oder begriffliche Erläuterungen. Nach der Lektüre der Risikobeschreibung ist freilich das versicherte Risiko typischerweise erst im Grundsatz geklärt. Zu prüfen ist in jedem Fall, ob die Allgemeinen Versicherungsbedingungen zudem sog. Risikoausschlüsse beinhalten. Diese klammern Teilbereiche, die nach der Risikobeschreibung versichert erscheinen, wieder aus.

Risikobeschreibung

Risikobeschreibung, siehe Risikobegrenzung

Risiko-Lebensversicherung

Die Risiko-Lebensversicherung dient dem Todesfallschutz. Versicherungsfall ist der Tod eines Menschen. Die versprochene Leistung ist die Zahlung der Vertragssumme. Für diesen Versicherungsvertrag spielen außer dem Lebensversicherer bis zu drei Personen eine Rolle: Der Versicherungsnehmer, welcher die Prämienzahlung schuldet, der Versicherte, dessen Tod die Leistungspflicht auslöst (sog. Gefahrsperson), und der Bezugsberechtigte, der das Recht auf die Versicherungsleistung innehat.

Rückversicherung

Die Rückversicherung ist die Versicherung der Versicherungsunternehmen. Dabei nimmt ein Versicherungsunternehmen (Erstversicherer) bei einem anderen Versicherungsunternehmen (Rückversicherungsunternehmen) Deckung für seine eigenen Risiken, also dagegen, dass es bei Versicherungsfällen eintreten muss. Der Erstversicherer entlastet sich mit anderen Worten für einen Teil seiner Risiken beim Rückversicherungsunternehmen. Diese Entlastung ermöglicht dem Erstversicherer auch größere Risiken zu decken.

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