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Pactum de non petendo

Pactum de non petendo bedeutet Stillhalteabkommen.

Pensionsfonds

Ein Pensionsfonds ist eine rechtsfähige Versorgungseinrichtung, die
1. im Wege des Kapitaldeckungsverfahrens Leistungen der betrieblichen Altersversorgung für einen oder mehrere Arbeitgeber zugunsten von Arbeitnehmern erbringt,
2. die Höhe der Leistungen oder die Höhe der für diese Leistungen zu entrichtenden künftigen Beiträge nicht für alle vorgesehenen Leistungsfälle durch versicherungsförmige Garantien zusagen darf,
3. den Arbeitnehmern einen eigenen Anspruch auf Leistung gegen den Pensionsfonds einräumt und
4. verpflichtet ist, die Altersversorgungsleistung als lebenslange Zahlung zu erbringen.

Pensionskasse

Eine Pensionskasse ist ein rechtlich selbständiges Lebensversicherungsunternehmen, dessen Zweck die Absicherung wegfallenden Erwerbseinkommens wegen Alters, Invalidität oder Tod ist und das
1. das Versicherungsgeschäft im Wege des Kapitaldeckungsverfahrens betreibt,
2. Leistungen grundsätzlich erst ab dem Zeitpunkt des Wegfalls des Erwerbseinkommens vorsieht; soweit das Erwerbseinkommen teilweise wegfällt, können die allgemeinen Versicherungsbedingungen anteilige Leistungen vorsehen,
3. Leistungen im Todesfall nur an Hinterbliebene erbringen darf, wobei für Dritte ein Sterbegeld begrenzt auf die Höhe der gewöhnlichen Bestattungskosten vereinbart werden kann,
4. der versicherten Person einen eigenen Anspruch auf Leistung gegen die Pensionskasse einräumt oder Leistungen als Rückdeckungsversicherung erbringt.

Personenversicherung

Die Personenversicherung ist eine Versicherungsart, bei der die persönlichen Risiken des Versicherten abgedeckt sind. Bei der Lebensversicherung und der Unfallversicherung sowie bei den anderen Arten der Personenversicherung ist das Versicherungsunternehmen verpflichtet, nach dem Eintritt des Versicherungsfalls den vereinbarten Betrag an Kapital und Rente zu zahlen oder die sonst vereinbarte Leistung zu bewirken.

Pfandversicherung

Der Pfandleiher hat das Pfand mindestens zum doppelten Betrag des Darlehens gegen Feuerschäden, Leitungswasserschäden, Einbruchdiebstahl sowie angemessen gegen Beraubung zu versichern (sog. Pfandversicherung). Einzelheiten enthält die Pfandleiherverordnung vom 1.2.1961.

Pflegezusatzversicherung

Die Pflegezusatzversicherung ist eine Zusatzversicherung zur gesetzlichen Pflegeversicherung, bei der das Versicherungsunternehmen den Differenzbetrag zwischen den tatsächlichen Pflegekosten und den Pflegesachleistungen bzw. dem Pflegegeld übernimmt.

Pflichtversicherung

In bestimmten besonders gefahrträchtigen Bereichen schreibt der Gesetzgeber eine Pflichtversicherung vor. Es besteht dort eine gesetzliche Pflicht zum Abschluss eines Versicherungsvertrages. Praktisch bedeutsam ist die Kfz-Haftpflichtversicherung. Daneben ist eine Haftpflichtversicherung auch für bestimmte Berufsgruppen (z. B. Wirtschaftsprüfer, Notare und Rechtsanwälte) vorgeschrieben.

PoLaR-Klausel

PoLaR-Klausel bedeutet Klausel für die Versicherung von Politischen Risiken und Lagerrisiken.

Police

Das Wort "Police" (aus dem italienischen polizza entlehnt) bedeutet Versicherungsurkunde.

Policendarlehen

Wenn Versicherungsnehmer während der langen Versicherungsdauer ihrer Kapitallebens- oder Rentenversicherung in Liquiditätsengpässe kommen, gibt es zur Kündigung oder dem Verkauf die Alternative des Policendarlehens zur Überbrückung. Unter einem solchen versteht man die verzinste Vorauszahlung auf die Versicherungsleistung. Diese Vorauszahlung ist meist auf den garantierten Rückkaufswert oder den Rückkaufswert inklusive Überschußanteile begrenzt.

Portefeuille

Portefeuille ist eine Bezeichnung für die Gesamtheit der vom Direkt- bzw. Rückversicherer übernommenen Risiken.

Prämie

Die Prämie ist die - in aller Regel auf Zahlung einer Geldsumme gerichtete - Gegenleistung des Versicherungsnehmers für die Risikoübernahme durch den Versicherer. Sie ist in häufig in regelmäßig wiederkehrenden Zeitabschnitten zu zahlen, kommt aber auch als sog. Einmalprämie, etwa bei der Reisegepäckversicherung vor.

Prämienänderungsklausel

Vielfach wird ein Versicherungsunternehmen ein Interesse an Prämienänderungsklauseln, also daran haben, sich eine einseitige Erhöhung der Prämie vorzubehalten. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass die Schaden- oder Kostenentwicklung anders verläuft, als das Versicherungsunternehmen ursprünglich kalkuliert hat. Eine gesetzliche Regelung, wonach solche Prämienanpassungsklauseln stets zulässig wären, kennt das geltende Recht nicht. Aus § 31 VVG und § 309 Nr. 1 BGB ist aber im Lichte der Vertragsfreiheit zu folgern, dass solche Klauseln möglich sein müssen. Sie können aber in jedem Einzelfall durch die ordentlichen Gerichte anhand der §§ 307 ff. BGB kontrolliert werden.

Produkthaftung

Produkthaftung ist die Haftung des Herstellers für Schäden, insbesondere an Leben, Gesundheit oder Eigentum des Verbrauchers durch die Fehlerhaftigkeit von Waren. Fehler sind vor allem Konstruktions-, Fabrikations- und Instruktionsfehler. Auch dann, wenn zwischen dem Geschädigten und dem Hersteller keine vertraglichen Beziehungen bestehen, kommt eine Haftung in Frage, sei es nach dem Produkthaftungsgesetz, sei es nach § 823 BGB in Verbindung mit den Grundsätzen der Produzentenhaftung. Weitere Einzelheiten finden Sie hier.

Private Rentenversicherung

Die private Rentenversicherung besteht neben der Rentenpflichtversicherung in den Formen der dynamischen Rentenversicherung mit einer Anpassung an den Lebensstandard und der Rentenversicherung mit einer festen Laufzeit.

Privatversicherung

Eine Privatversicherung ist eine Versicherung, die auf einem Versicherungsvertrag beruht.

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