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Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung ist eine Versicherung aus dem Versicherungszweig der Schadensversicherung, bei der das Versicherungsunternehmen verpflichtet ist, dem Versicherungsnehmer die Leistung zu ersetzen, die dieser aufgrund seiner Verantwortlichkeit für eine während der Versicherungszeit eintretende Tatsache an einen Dritten zu bewirken hat. Die Versicherung umfaßt auch die gerichtlichen und außergerichtlichen Kosten, die durch die Rechtsverteidigung gegen den von einem Dritten geltend gemachten Anspruch entstehen (vgl. §§ 100 ff. VVG).

Hagelschaden, sturmbedingter

Ein sturmbedingter Hagelschaden setzt voraus, dass während des Hagelschlages mindestens Windstärke 8 erreicht worden ist (vgl. Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 23.08.2000 - 20 U 22/00 -).

Hagelversicherung

Die Hagelversicherung ist eine Form der Schadensversicherung, bei der die versicherten Bodenerzeugnisse, insbesondere alle wirtschaftlich nutzbaren Pflanzen, gegen Schäden, die durch Einwirkung des Hagelschlags entstehen, versichert sind. Eingeschlossen werden können auch Gewächshäuser, ansonsten ist die Versicherung von Gebäuden, Fahrzeugen und dergleichen im Rahmen der Hagelversicherung nicht möglich. Sonderregelungen finden sich in den §§ 108 ff. VVG.

Halterhaftung

Die Halterhaftung spielt sowohl bei einer Schadensverursachung durch den Gebrauch eines Kraftfahrzeugs als auch bei einer solchen durch Tiere eine Rolle: Der Halter eines Kraftfahrzeugs haftet für Unfallschäden, die durch den Betrieb seines Fahrzeugs entstehen. Das gilt unabhängig davon, ob er selbst gefahren ist und ob ihn oder den Fahrer ein Verschulden trifft (§ 7 Abs. 1 StVG). Man spricht insoweit von einer Gefährdungshaftung. Wird ein Schaden durch das Verhalten eines Tieres verursacht, haftet der Halter des Tieres gemäß § 833 BGB nach den Regeln der Gefährdungshaftung selbst dann, wenn ihn hieran kein Verschulden trifft. Handelt es sich aber um ein Nutztier, das dem Unterhalt oder der Berufstätigkeit des Halters dient, tritt die Ersatzpflicht nicht ein, wenn der Tierhalter sich exkulpiert, also nachweist, dass er das Tier sorgfältig beaufsichtigt hat.

Hausratversicherung

Die Hausratsversicherung ist eine Versicherungsart, bei der grundsätzlich alle Sachen, die sich in der Wohnung des Versicherten befinden, gegen Feuer, Brand, Blitzschlag, Einbruchsdiebstahl, Raub, Sturm und ähnliche Risiken versichert sind.

Havariekommissar

Das Transportversicherungsgeschäft ist ein internationales Geschäft und Schäden entstehen nicht immer dort, wo die Versicherungsunternehmen Niederlassungen unterhalten. Aus diesem Grunde ist es für die Versicherungsgesellschaften wichtig, Experten unmittelbar vor Ort zu haben, die im Schadenfall Art und Höhe des Schadens feststellen. Zur Feststellung von Schäden werden deshalb von den Versicherungen sog. Havariekommissare beauftragt. Diese sind von den Versicherungsgesellschaften unabhängige Organe, deren Aufgabe in der Schadenbemessung besteht.

Heilbehandlung

Als Heilbehandlung im Sinne der Allgemeinen Versicherungsbedingungen der privaten Krankenversicherung ist jede ärztliche Tätigkeit anzusehen, die durch eine Krankheit der versicherten Person verursacht worden ist, sofern die Leistung des Arztes von ihrer Art her in den Rahmen der medizinisch notwendigen Krankenpflege fällt und auf Heilung oder Linderung der der Krankheit abzielt. Dem wird eine ärztliche Tätigkeit, die auf Verhinderung der Verschlimmerung einer Krankheit gerichtet ist, gleichgestellt.

Heiratskapitalversicherung

Heiratskapitalversicherung, siehe Aussteuerversicherung

HGB

HGB ist die Abkürzung für das Handelsgesetzbuch. Den Gesetzestext finden Sie hier.

HWS

HWS ist die Abkürzung für die Halswirbelsäule und bezeichnet die Gesamtheit der sieben Wirbel zwischen Kopf und Brustwirbelsäule bei Menschen. Bei Straßenverkehrsunfällen kommt es häufig zu Verletzungen im Bereich der HWS. Ob und ggf. Verletzungen der HWS eine gewisse Erheblichkeitsschwelle überschreiten müssen, um Schadensersatzansprüche auszulösen, ist strittig: Während das Landgericht Augsburg annimmt, dass eine gewisse Harmlosigkeitsschwelle hinzunehmen ist (LG Augsburg, Urt. v. 15.02.2000 - 4 S 4743/98 -), lehnt das Oberlandesgericht Schleswig eine solche Einschränkung ab (OLG Schleswig, Urteil vom 29.06.2006 - 7 U 94/05 -).

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