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Einfriedung

Von einer Einfriedung im Sinne der Einfriedungsklausel, welche in den Sonderbedingungen zur Haftpflicht- und Fahrzeugversicherung für Kraftfahrzeug-Handel und –Handwerk normiert ist, kann ausgegangen werden, wenn ein Betriebshof von der öffentlichen Straße nicht frei zugänglich, sondern durch Schutzeinrichtungen wie Zäune, Gitter, Mauern, Gräben oder Hecken gegenüber Dritten abgegrenzt ist (vgl. OLG Köln zfs 2005, 610 zu § 5 Nr. 2 AUB m.w.N.). Solche Klauseln lauten etwa: "Außerhalb der gesetzlichen Öffnungszeiten sind fremde zugelassene Fahrzeuge, die sich in Werkstatt- bzw. Händlerobhut befinden sowie eigene und fremde nicht zugelassene Fahrzeuge nur in der verschlossenen Halle oder auf dem eingefriedeten und abgeschlossenen Betriebshof versichert."

Einheitsversicherung

Die Einheitsversicherung ist eine Kombination aus Transport- und Sachversicherung. Sie deckt unterschiedliche Risiken für das versicherte Gut ab: Brand, Blitzschlag, Explosion, Einbruchdiebstahl, Raub, Leitungswasser, während der Transporte, der Lagerung im eigenen Betrieb und bei Ausrüstern (auch bei Heimarbeitern). Sie wird nur für bestimmte Branchen, insbesondere Textil einschließlich Teppiche, Textilveredelung, Lederbekleidung, Pelze, Färbereien, Wäschereien, chemische Reinigungen, Juwelierwaren, Tabakwarenfabrikation, angeboten.

Einlösungsbeitrag

Einlösungsbeitrag, siehe Erstprämie

Eintrittsalter

Als Eintrittsalter wird das Lebensalter der versicherten Person beim formellen Versicherungsbeginn bezeichnet. Hieraus leitet sich in der Lebens- und privaten Krankenversicherung die Prämie ab. Maßgeblich für die Ermittlung des Eintrittsalters ist entweder der Geburtstag, welcher dem Versicherungsbeginn am nächsten liegt (Halbjahresmethode – bei kapitalbildenden Lebensversicherungen und Risikolebensversicherungen) oder das Eintrittsalter errechnet sich durch die Subtraktion des Geburtsjahres vom Jahr des Versicherungsbeginns (so in der Rentenversicherung und der privaten Krankenversicherung).

Elementarversicherung

Eine Elementarversicherung bezeichnet üblicherweise einen ergänzenden Schutz des Versicherungsnehmers, neben der Hausrats- und der Wohngebäudeversicherung, gegen Schäden infolge von Naturgewalten, insbesondere Überschwemmung (Siehe auch Hochwasser).

Employment Practices Liability

Employment Practices Liability (Arbeitsverhältnis-Haftpflichtversicherung) ist eine Police, welche Arbeitgeber vor den Risiken einer Inanspruchnahme durch ihre Mitarbeiter und Bewerber wegen Verletzung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes schützen soll.

Erfolgsaussichten

Bevor eine Rechtsschutzversicherung das Kostenrisiko einer rechtlichen Auseinandersetzung übernimmt, muss ihr seitens des Versicherungsnehmers die Prüfung ermöglicht werden, ob und inwieweit Erfolgsaussichten der gerichtlichen Geltendmachung bzw. der Rechtsverteidigung bestehen. Nur in diesem Falle besteht eine Deckungspflicht.

Erstprämie

Sofern die Prämienzahlung nicht als Einmalprämie zu erfolgen hat, sondern laufende Prämienzahlung (jährlich, halbjährlich, vierteiljährlich oder monatlich) zu erfolgen hat, ist nach dem VVG zwischen der ersten Prämie (sog. Erstprämie) und später geschuldeten Prämien zu unterscheiden. Die erste Prämie wird sofort nach Vertragsschluss fällig (§ 35 VVG, siehe auch § 271 BGB). Die Unterscheidung wird vor allem bei Nichtzahlung relevant. Während die Sanktionsmöglichkeiten des Versicherers bei Nichtzahlung der Erstprämie äußerst gravierend sind, sind die Reaktionsmöglichkeiten bei Nichtzahlung einer Folgeprämie durchweg milder.

Erwerbsunfähigkeit

Erwerbsunfähigkeit bedeutet, dass der Betroffene aufgrund seines Gesundheitszustandes nicht mehr in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt durch die Erbringung irgendeiner Arbeitsleistung zu bestreiten.

Erwerbsunfähigkeit, absolute

Kann der Versicherungsnehmer an weniger als drei Stunden am Tag arbeiten, so spricht man von absoluter Erwerbsunfähigkeit.

Erwerbsunfähigkeit, teilweise

Kann der Versicherungsnehmer zwischen drei und sechs Stunden am Tag arbeiten, so spricht man von teilweiser Erwerbsunfähigkeit.

Explosion

Eine Explosion ist nach § 5 Nr. 3 VGB 88 eine auf dem Ausdehnungsbestreben von Gasen oder Dämpfen beruhende, plötzlich verlaufende Kraftäußerung.

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