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Causa proxima

Die Lehre von der causa proxima, die aus dem englischen Recht (Section 55 des Marine Insurance Act), stammt, findet im Bereich der Seeversicherung und der kombinierten See- und Landtransporte Anwendung. Teilweise wird sie überdies im Bereich der Binnen- und Lufttransporte für anwendbar erachtet. In Ziffer 2.6 DTV-Güter 2000/2004 wird die Anwendbarkeit der Lehre von der causa proxima ausdrücklich klargestellt. Die Rechtsprechung verbindet die causa proxima Lehre mit den Grundsätzen der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Inhaltlich besagt diese Lehre, dass dann, wenn für Transportschäden mehrere adäquate Ursachen in Frage kommen, nicht die zeitlich nächste maßgeblich ist, sondern die Ursache, welche den Schaden überwiegend herbeigeführt hat, als relevante Ursache anzusehen ist. Maßgeblich für den Eintritt des Schadens ist danach die wirksamste, in ihrer Ursächlichkeit erheblichste Ursache.

Comité Européen des Assurances (CEA)

Das Comité Européen des Assurances (CEA) ist die Vereinigung der nationalen Versicherungsverbände in Europa.

Cessio legis

Cessio legis bedeutet gesetzlicher Forderungsübergang. Anders als im Bereich der Summenversicherung gilt im Bereich der Schadensversicherung der Grundsatz der Vorteilsausgleichung: Leistet der Versicherer dem Versicherungsnehmer Schadensersatz, so geht zugleich ein etwaiger Ersatzanspruch des Versicherungsnehmers gegen einen Dritten kraft Gesetzes von dem Versicherungsnehmer auf den Versicherer über § 86 VVG (vgl. § 67 VVG a. F.).

CIF

"Cost, Insurance and Freight" („Kosten, Versicherung und Fracht") bedeutet, dass der Versender die Ware an Bord des Schiffs liefert oder die bereits so gelieferte Ware verschafft. Die Gefahr des Verlustes oder der Beschädigung der Ware geht über, wenn die Ware an Bord des Schiffs ist. Der Versender hat den Beförderungsvertrag abzuschließen sowie die Kosten und Fracht zu tragen, die für die Beförderung der Ware zum benannten Bestimmungshafen erforderlich sind.

CMR

CMR ist die Abkürzung für die Convention relative au contrat de transport international de marchandises par route (Internationale Vereinbarung über Beförderungsverträge auf Straßen). Diese Vereinbarung ist vor allem für grenzüberschreitende Transporte und damit für die Transportversicherung relevant. Den Text finden Sie hier in deutscher, französischer und englischer Sprache.

Culpa in contrahendo

Rechte und Pflichten zwischen den Parteien eines Versicherungsvertrages werden nicht erst durch den Vertragsschluss begründet. Schon während der Verhandlungen fordert der auf die Anknüpfung versicherungsvertraglicher Beziehungen gerichtete gesteigerte soziale Kontakt gegenseitige Rücksichtnahme. Wer diese Pflichten schuldhaft verletzt und einen Schaden verursacht, kann nach § 311 BGB ("Culpa in contrahendo") auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Es ist für die Haftung aus culpa in contrahendo unerheblich, ob der Versicherungsvertrag anschließend noch zustande kommt.

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